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Lehren und lernen mit Kindern aus armen
Familien in reicher Naturlandschaft: Eine Waldorfschul-Initiative
im Süden von Bahia (Brasilien).
Entstehung des Projektes
Die Escola Rural Dendê da Serra geht zurück auf eine
kleine kommunale Landschule in der Nähe des Dorfes Serra
Grande, in der eine Lehrerin Grundschulkinder verschiedener Klassen
in einem einzigen Raum gemeinsam unterrichtete.
Im Jahr 2000 ergriff dann eine kleine Gruppe von Lehrern und Eltern
zusammen mit der Stadt und einem Spender die Initiative, ein alternatives
Projekt für diese kleine Schule zu entwickeln. Es wurde der
Verein Associaçã Pedagógica Dendê da
Serra gegründet, der die Schule in zusammen mit der Stadt
tragen sollte.
Anfang 2001 wurden die Schüler dann in getrennte Klassen
aufgeteilt, und jede bekam eine Klassenlehrerin, die sich bemühte,
nach den Prinzipien der Waldorfpädagogik zu unterrichten.
Im Jahre 2001 hatte die Schule zunächst einmal 30 Schüler,
verteilt auf die 1. bis 3. Klasse. 2002 kam dann die 4. Klasse
hinzu. In einem ehemaliger Kuhstall wurden die "Klassenzimmer"
durch Sperrholzwände getrennt, sanitäre Anlagen und
Strom fehlten.
In diesem Jahr wurde, finanziert durch eine deutsche Stiftung,
auf einem gespendeten Grundstück mit dem Bau eines neuen
Schulgebäudes begonnen. Ende 2004 hatte diese neue Schule
bereits über 120 Schüler, von denen die meisten Kinder
armer Landarbeiter, Kleinbauern und Dorfbewohner sind.
Die Gegend
Die Schule befindet sich in der Nähe von Serra Grande, einem
kleinen Dorf 35 km nördlich von Ilhéus, das zum Kreis
der Stadt Uruçuca gehört. Es ist eine landschaftlich
einzigartige Küstenregion mit großer Artenvielfalt,
malerischen Stränden, Mangrovenwälder und erhaltenem
Küstenwald.
Der Lebensunterhalt der Kleinbauern dieser Region bestand bis
vor wenigen Jahren aus Waldrodung und Holzverkauf, aus dem Anbau
von Maniok und Mais und der Jagd auf Wildschweine und Gürteltiere.
Nun ist die gesamte Gegend um Serra Grande und Itacaré
zum Umweltschutzgebiet erklärt worden.
Von Umweltschutzorganisationen finanzierte Projekte fördern
das Pflanzen einheimische Bäume, Mischkulturen von Wald-
und Obstbäumen, Bio-Gemüsegärten, usw. Der aufkommende
Ökotourismus bringt neue Arbeitsplätze, Führer
sind gefragt, neue Dienstleistungen entstehen.
Der Schulalltag
In den 5 Klassenräumen des Schulgebäudes waren 2004
die 1. bis 5. Klasse untergerbracht, im neu erstellten Kindergartengebäude
zwei Gruppen mit 15 bzw. 18 Kindern im Alter von 4 bis 6 Jahren.
In den Klassen 1 bis 5 unterrichtet der Klassenlehrer im Hauptunterricht
die grundlegenden Inhalte wie Lesen, Schreiben, Rechnen und Sachunterricht,
jeweils in 4-wöchigen Epochen.
Parallel dazu haben die Kinder noch zusätzlichen Unterricht
in den Bereichen Englisch, Handarbeit, Musik, Malen und Gartenbau
sowie der Herstellung von Instrumenten.
In der großen Pause bekommen alle Kinder der Schule ein
nahrhaftes Schulessen. Eltern werden regelmäßig zu
Arbeitseinsätzen in der Schule eingeladen um z.B. Bäume
zu pflanzen oder das Aussengelände zu verschönern.
Für weitere Details über die
aktuelle wirtschaftliche Lage, die Zukunftspläne und über
die Möglichkeiten, die Schule zu unterstützen, bitte
hier klicken (PDF-Datei).
Die Heidelberger Klinik für Prostata-Therapie
widmet sich dabei den medizinischen Aspekten dieses Projektes: Wir
sorgen für Impfungen und Zahnprophylaxe, wir
bezahlen einen Schularzt und übernehmen die Kosten fur
die Ernährungsberatung; ferner werben wir in unserer
Klinik für Patenschaften und Spenden. |